Alle BeiträgeRatgeber

Frankfurter Pfanne: Der Betondachstein-Klassiker im Ratgeber

15. Juni 20267 Min. Lesezeit

Kaum ein Dachbaustoff prägt deutsche Wohngebiete so stark wie die Frankfurter Pfanne. Seit den 1950er-Jahren liegt sie millionenfach auf Ein- und Mehrfamilienhäusern – auch in Mettmann und im gesamten Kreis Mettmann. Trotzdem ist vielen Hausbesitzern nicht klar, was die Frankfurter Pfanne eigentlich ist, worin sie sich vom klassischen Tonziegel unterscheidet und wann eine Sanierung wirklich sinnvoll ist. Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen ehrlichen Überblick vom Meisterbetrieb.

Was ist die Frankfurter Pfanne?

Die Frankfurter Pfanne ist ein spezieller Betondachstein – nicht zu verwechseln mit einem gebrannten Dachziegel aus Ton. Sie hat eine besonders markante Form mit einer konkaven und einer konvexen Seite, was ihr das typische wellenförmige Aussehen verleiht. Hergestellt wird sie industriell aus quarzhaltigem Sand und Zement, mit Zementschlämme versiegelt und mit Farb- und Kunststoffpigmenten eingefärbt. Verwendet wird sie zur Eindeckung geneigter Dächer ab etwa 22° Neigung. Entwickelt wurde das Format 1954 in Frankfurt am Main – daher der Name.

Betondachstein oder Tonziegel – wo liegt der Unterschied?

Ein Tonziegel wird aus Lehm geformt und bei rund 1.000 °C gebrannt. Ein Betondachstein wie die Frankfurter Pfanne wird bei Raumtemperatur gepresst und härtet chemisch aus. Beton­dachsteine sind meist günstiger in der Anschaffung, etwas schwerer (rund 45 kg/m² gegenüber 40 kg/m² bei Ton) und in vielen Farben verfügbar. Tonziegel sind farbstabiler und wirken hochwertiger, sind aber teurer. In puncto Lebensdauer und Dichtigkeit stehen sich beide bei fachgerechter Verlegung kaum nach.

Vorteile der Frankfurter Pfanne

Die Frankfurter Pfanne ist so verbreitet, weil sie ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis mit robuster Technik verbindet: günstiger Materialpreis, hohe Bruchfestigkeit, gute Frostbeständigkeit, einfache und schnelle Verlegung dank Doppelfalz sowie flächendeckende Verfügbarkeit von Zubehör (First-, Ortgang- und Firstanschlusssteine). Ersatzsteine bekommen Sie fast überall im Baustoffhandel – ein echter Vorteil bei Reparaturen.

Nachteile und typische Schwächen

Mit den Jahren verliert die Zementschlämme ihre Wirkung: Die Oberfläche wird rau, Moos und Algen setzen sich fest, die Farbe verblasst. Das ist keine Gefahr für die Dichtigkeit, sieht aber unschön aus. Weitere Themen: höheres Eigengewicht (relevant bei alten Dachstühlen und PV-Nachrüstung), empfindlich bei starkem Punktdruck (nicht ohne Trittstufen begehen) und weniger elegante Optik als hochwertige Tonziegel.

Wie lange hält eine Frankfurter Pfanne?

Die technische Lebensdauer liegt bei fachgerechter Verlegung bei 40 bis 60 Jahren. Viele Dächer aus den 1970er-Jahren in Mettmann sind heute genau in diesem kritischen Bereich. Optisch wirkt eine Frankfurter Pfanne oft schon nach 20–25 Jahren „müde", technisch ist sie aber häufig noch dicht. Entscheidend für eine Sanierung ist nicht das Alter allein, sondern der Zustand von Unterspannbahn, Lattung und Anschlüssen.

Reinigung und Beschichtung – ja oder nein?

Angebote zum Dachreinigen und Neubeschichten der Frankfurter Pfanne gibt es an jeder Ecke. Aus Meistersicht gilt: Eine reine Reinigung mit Moosentfernung kann sinnvoll sein. Eine dünne Neubeschichtung ist meist reine Kosmetik und hält oft nur wenige Jahre. Ist das Dach technisch am Ende, ist eine komplette Neueindeckung fast immer wirtschaftlicher – vor allem in Kombination mit einer modernen Aufsparrendämmung und BAFA-/KfW-Förderung.

Neueindeckung: Was kostet ein neues Dach mit Frankfurter Pfanne?

Die Kosten einer Neueindeckung mit Frankfurter Pfanne hängen stark von der Dachgröße, der individuellen Lage, der Dachkonstruktion und dem gewünschten Zubehör ab. Kommt eine vollwertige Aufsparrendämmung dazu, erhöht sich der Aufwand entsprechend. Für Fördermittel (BAFA, KfW) ist eine energetische Sanierung fast immer die bessere Wahl als die reine Neueindeckung.

Frankfurter Pfanne und Photovoltaik

Für PV-Anlagen ist die Frankfurter Pfanne grundsätzlich sehr gut geeignet – es gibt passende Dachhaken direkt vom Hersteller. Wichtig: Bei Dächern älter als 25 Jahre lohnt es sich, vor der PV-Montage über eine Neueindeckung nachzudenken. Sonst müssen die Module in 5–10 Jahren wieder herunter, um darunter zu sanieren. Ein Gerüst, ein Termin, ein Team spart am Ende viel Geld und Nerven.

Fazit vom Meisterbetrieb

Die Frankfurter Pfanne ist ein bewährter, günstiger und robuster Betondachstein – ideal für Standardwohnhäuser mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn Ihr Dach in Mettmann in die Jahre kommt, lassen Sie den Zustand vor Ort prüfen, statt auf Werbeversprechen zur „Wunderbeschichtung" zu vertrauen. Wir kommen kostenlos vorbei, steigen aufs Dach und geben Ihnen eine klare, ehrliche Empfehlung – vom Meisterbetrieb aus Mettmann für die ganze Region.

Fragen zum Thema? Wir beraten Sie gerne.

Kostenlose Vor-Ort-Beratung in Mettmann und Umgebung.